Costa Rica
Nachdem ich von meinem halben Jahr Aupair Zeit in Paris zurück gekommen war, wollte ich mein restliches freies Jahr nutzen, um ein bisschen mehr von der Welt zu sehen. Schon im November hatten Jona und ich den Flug nach San José, Costa Rica gebucht und uns auf die Reise vorbereitet. Nun war es so weit. Eine Woche vor Abflug. Wir buchten die erste Unterkunft für die Nacht der Ankunft und packten unsere Rucksäcke. Unsere Flugroute war etwas umständlich: erst ging es früh morgens von Nürnberg nach Amsterdam, von dort aus nach Los Angeles, wo wir 11 Stunden Aufenthalt hatten, den wir am Strand und beim Burger essen verbrachten und nachts ging es dann weiter nach San José. Dort angekommen nahmen wir uns ein Taxi zu unserem Hostel. Es war 6 Uhr morgens und wir begannen den Tag damit uns in Sommerklamotten zu schmeißen und Alajuela, ein kleiner Ort abseits der Hauptstadt, zu erkunden. Sim Karten und Proviant für die Weiterreise wurden gekauft und das schöne Wetter genossen. Am nächsten Tag ging es zu Fuß zum Zug - soweit ich mich erinnere der einzige in ganz Costa Rica - der uns nach San José brachte, wo wir mit dem Taxi zur Busstation fuhren - was schon ein Erlebnis für sich war, da wir nicht die richtige Busstation fanden und nur eine nette Amerikanerin uns helfen konnte. Ach ja... die dringende Reiseempfehlung für Costa Rica lautete: "Individualreissende sollten auf jeden Fall Spanisch sprechen können, da die wenigsten Ricos Englisch können...", Naja wir konnten beide kein Wort Spanisch - ups. Der Bus brachte uns dann nach Manuel Antonio, unser nächstes Ziel. Dort fanden wir heraus, dass man dem Busfahrer einfach sagen kann, wann man aussteigen will. Leider etwas zu spät, also mussten wir inklusive den schweren Rucksäcken den halben Berg (aus dem der Ort besteht) wieder hochlaufen. Auf dem Weg nach oben haben wir in einem Restaurant halt gemacht und kamen dann letzendlich im Hostel an. Manuel Antonio ist vermutlich der einzige wirklich touristische Ort in ganz Costa Rica, was man an den 5 Sonnenschirmen und -liegen gemerkt hat, die am Strand rum standen. Sowas haben wir in ganz Costa Rica nie wieder gesehen. Wir haben im Pazifik gebadet, uns am Strand gesonnt und waren im Nationalpark des Ortes, wo wir zum ersten mal aus weiter Entfernung Faultiere gesehen haben! Nach 3 Tagen in Manuel Antonio sind wir mit dem Bus wieder nach Quepos, von dort nach Puntarenas und von dort mit der Fähre nach Paquera. Mit dem Bus weiter nach Santa Teresa, wo wir dann endlich an unserem Ziel angekommen waren. Santa Teresa, die Surferstadt. Von uns beiden hatte keiner je gesurft, aber wir hatten es uns vorgenommen jetzt zu lernen. Ohne Trainer. Mit Youtube. Also ein Board ausgeliehen und rein in die Wellen. Nach vielen Versuchen hat es dann doch geklappt ein bisschen von der Welle mitgenommen zu werden und auch das aufstehen hat 1-2 Mal geklappt. Völlig erschöpft und mit nem heftigen Sonnenbrand haben wir uns dann wieder auf den Weg zurück ins Hostel gemacht, das nur einige Meter vom Strand entfernt war. Dort haben wir dann auch das einzige Mal in diesem Urlaub unsere Klamotten gewaschen... für 24$.
Madagaskar
To be continued...